Gemäß dem Gesetz vom 20.12.2017 zur Änderung des Gesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen von 2012 zur Aufnahme der EU-Richtlinie 2014/55 ist die B2G-elektronische Rechnungsstellung seit dem 18. April 2019 für alle Behörden in den Niederlanden obligatorisch.

Die niederländische Regierung hat einen Teil der EU-Richtlinie 2010/45 unter dem Namen der Umsetzung der Richtlinie über Rechnungsstellungsregeln vom 15. März 2012 in ihre Gesetzgebung aufgenommen. Mit dieser Ergänzung haben die Niederlande die Regeln im Rechnungsstellungsbereich für die Abgrenzung von vereinfacht Mehrwertsteuer und machte eine Einführung in eRechnungsstellung.

eRechnungsstellung Plattform und eRechnungsstellung Management-Lösungen

In den Niederlanden wurde die Umsetzung der elektronischen Rechnungsstellung durch die EU-Richtlinie 2014/55 / EU und das niederländische Vergaberecht durch die Annahme des PEPPOL-Rahmens zum Aufbau einer interoperablen Austauschinfrastruktur durchgeführt. Derzeit sind alle Regierungsbehörden direkt oder indirekt mit der PEPPOL-Infrastruktur verbunden. Auf dem niederländischen Markt gibt es 42 PEPPOL-Anbieter.

Ansatz zum Empfangen und Verarbeiten von eRechnungen

Wirtschaftsakteure in der niederländischen Wirtschaft reichen die elektronische Rechnung auf drei Arten ein:

1. Verwenden des Simplerinvoicing-Netzwerks. Das Netzwerk kann sowohl für B2B als auch für B2G (zentral und lokal) verwendet werden. Eine internationale Rechnungsstellung ist ebenfalls möglich, da das Unternehmen seit 2013 mit PEPPOL verbunden ist.

2. Verwenden von Lösungsanbietern. Lieferanten können eRechnung für die Regierung über Lösungsanbieter senden, die sich direkt an den Hub wenden. Logius bietet auf seiner Website eine Liste der Lösungsanbieter. eRechnungsstellung eignet sich für Lieferanten, die Rechnungen mit mittlerem Volumen senden, über einen vollautomatisierten eRechnungsstellung-Prozess verfügen oder keine direkte Verbindung zum Transferzentrum haben.

3. Verwendung von Regierungslösungen und -diensten von Logius. Auf diese Weise können Akteure der Wirtschaft eRechnung manuell über Webformulare einreichen.

Die Verarbeitung von eRechnungen, die bei öffentlichen Einrichtungen eingehen, erfolgt halbautomatisch. Die Bearbeitung von Rechnungen durch öffentliche Einrichtungen hängt vom Automatisierungsgrad und der Komplexität der IT-Systeme ab. Regierungsbehörden verarbeiten E-Rechnungen automatisch oder manuell.

Öffentliche Organisationen in den Niederlanden können eRechnungen in drei Formaten erhalten:

I. UBL-OHNL ist ein Standard, der Botschaften bezüglich des öffentlichen Beschaffungswesens aller Waren und Dienstleistungen beschreibt, mit Ausnahme der Einstellung von Zeitarbeitskräften. UBL-OHNL basiert auf dem internationalen Standard UBL. Die UBL-OHNL-Rechnung wird spätestens 2021 durch NLCIUS ersetzt.

II. SI-UBL ist eine Teilmenge der gesamten UBL-Spezifikation. Der SI-UBL-Standard wird von Simplerinvoicing verwendet. Die Standard-SI-UBL wird eventuell durch NLCIUS ersetzt.

III. Der SETU-Standard (HR – XML) beschreibt Nachrichten (einschließlich eInvoices) im Zusammenhang mit dem sasDatenaustausch zur Einstellung von Zeitarbeitskräften. Dieser Standard ist der Standard, der der Regierung das höchste Rechnungsvolumen bietet.

Die niederländische Regierung beabsichtigt, sich wieder mit dem europäischen Standard zu verbinden, indem sie den NL CIUS in PEPPOL BIS einrichtet und spätestens in der ersten Hälfte des Jahres 2021 umsetzt.

Rechnungsantrag in öffentlichen Auftraggebern auf subzentraler Ebene

Die eRechnungsstellung-Anwendung arbeitet weiterhin subzentral. Während 95% der Behörden in subzentralen Ländern im November 2019 elektronische Rechnungen verwendeten, war die elektronische Rechnungsstellung nicht für alle Kommunen und Lieferanten obligatorisch. Die Verwendung von PEPPOL ist jedoch nicht obligatorisch, wird jedoch empfohlen. Die Gemeinden sind gesetzlich nicht verpflichtet, eine elektronische Rechnung von ihren Lieferanten anzufordern. Sie haben jedoch die Möglichkeit, eine Bedingung in Lieferverträgen festzulegen.

Die Situation bei der Umsetzung der Europäischen Norm für die Rechnungsstellung (EN)

Die Niederlande haben die Richtlinie durch das nationale Vergabegesetz umgesetzt. Die Richtlinie sah keine verlängerte Frist für die Behörden der Unterzentren vor. Die Möglichkeit, Behörden mit der Aufnahme in das Adressnetzwerk (d. h. PEPPOL SMP) zu beauftragen, ist in der Verordnung nicht enthalten, es wird jedoch ein zusätzliches Protokoll bereitgestellt.

NL CIUS

NLCIUS ist eine Teilmenge der obligatorischen Europäischen Norm (EN) 16931, die in den Niederlanden umgesetzt werden soll. Die Europäische Norm (EN16931) beschreibt die eRechnungsstellung-Methode für Regierungen und kann auch von Unternehmen angewendet werden. EN16931 und NLCIUS bieten Regierungen und Unternehmen Klarheit über die Elemente und Daten, die in Rechnungen an Regierungsbehörden in den Niederlanden verwendet werden sollten.